Leitbild


Geborgen im Heim, aber frei in der Lebensgestaltung

Leitbild

Die Gemeinden der Unteren Schranne führen seit Jahrhunderten gemeinsam ein Altersheim in Ebbs. Die letzten 20 Jahre waren geprägt von Erweiterungsbauten und einem Wandel vom Altersheim zum Wohn- und Pflegeheim. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Hauses im Roßbachweg haben die Mitarbeiter ein Leitbild erarbeitet. In sehr konstruktiven Gesprächen haben Bewohner, Angehörige, Ärzte, Therapeuten, Eigentümervertreter und besonders die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, intensiv nachgedacht und sich dieses Leitbild gegeben. Unterstützt wurden sie von Frau Mag. Dagmar Fischnaller und Herrn Christian Schneller von der IMPULS consult GmbH in Innsbruck.

Unser Haus

„Eines Menschen Heimat ist auf keiner Landkarte zu finden,

nur in den Herzen der Menschen die ihn lieben”

 

• Unser Haus liegt in zentraler, gut begehbarer Lage in Ebbs mit Blick auf die Pfarrkirche, St. Nikolauskirche und dem Kaisergebirge. Gut ausgebaute Spazierwege und unsere einladende Gartenanlage schaffen eine willkommene Abwechslung.

• Es ist uns wichtig, den Kontakt nach außen zu fördern und zu pflegen. Mit unserer Infrastruktur, wie öffentliche Cafeteria, öffentliche Kapelle und mit unserem Mehrzweckraum bieten wir Möglichkeiten für Anlässe, verschiedene Aktivitäten und Begegnungen für die Untere Schranne.

• Unsere Zimmer können entsprechend den räumlichen Gegebenheiten nach individuellem Geschmack eingerichtet werden, ansonsten bietet das Haus eine funktionale Standardausstattung. Haustiere sind nach Absprache erlaubt.

• Das Angebot in unserem Haus umfasst eine eigene Wäscherei und Reinigung, wodurch wir autonom und flexibel im Sinne unserer Bewohner agieren können.

• Unser kompetentes Küchenteam sorgt für eine bodenständige, diätgerechte und ausgewogene Ernährung, wobei die individuellen Vorlieben unserer Bewohner berücksichtigt werden können.

• Ohne gewinnorientiert zu sein, legen wir aber Wert darauf, Kostenbewusstsein und Qualität optimal zu verbinden.

• Eine umweltschonende Betriebsführung ist unsere Pflicht.

 

Hier sind wir daheim

„Wer sagt, er würde gerne alt, der schwindelt halt. Und wer sich gegen’s Altern wehrt, der macht’s verkehrt. Wer etwas aus dem Alter macht, der lacht.

• Die Mitarbeiter stellen uns in den Mittelpunkt ihres Denkens und Handelns.

• Diese helfen auch aktiv mit, unsere vorhandenen Kräfte zu erhalten und zu fördern.

• Meine Selbstbestimmung hat einen hohen Stellenwert.

• Ich werde angenommen mit meiner Lebensgeschichte, meiner Einzigartigkeit, meinen Gewohnheiten, mit meinen Stärken und Schwächen, und erlebe eine höchstmögliche Lebensqualität.

• Wenn ich einmal verwirrt werden sollte, und dann in meiner eigenen Welt lebe, wird mein Tagesablauf mit viel Verständnis, Flexibilität, Geduld und Engagement gestaltet.

• Selbstverständlich erwarte ich eine einfühlsame Pflege und Betreuung sowie einen freundlichen und feinfühligen Umgang.

• Ich kann den Arzt meines Vertrauens frei wählen.

 

Pflege und Betreuung

„Wenn ich einen Menschen berühre, fasse ich immer den ganzen Menschen an” (Dürkheim)

• Wir verstehen die Pflege als helfenden Beruf, der gezielt dort einsetzt, wo die Selbstfürsorge unserer Heimbewohner ihre Grenzen hat und die Ressourcen ausgeschöpft sind.

• Professionalität kennzeichnet die Arbeit in unserem Haus. Wir sehen die Pflege und Betreuung als einen Prozess, in dem wir uns den sich immer verändernden Fähigkeiten und Situationen unserer Bewohner anpassen. (Pflegediagnosen nach Nanda).

• Trotz Professionalität sind uns durch die Rahmenbedingungen in der Palliativpflege sowie in der medizinisch angeordneten Versorgung Grenzen gesetzt.

• Ein besonderes Augenmerk an Zuwendung und Nähe widmen wir der Dementenbetreuung. Das Pflegekonzept nach Erwin Böhm spiegelt sich in unserer Arbeit mit den desorientierten Bewohnern wider.

• Wir treffen entsprechende Vorkehrungen, sobald andere Bewohner in ihrer Autonomie und Lebensqualität beeinträchtig werden.

 

In Würde Sterben

„Niemand kann deinen Weg für dich gehen, denn dies ist dein Weg, den du gehen musst. Doch können dich hierbei Arme stützen, Gedanken begleiten und manchmal Hände tragen.” (Bärbel Kehrer-Kremer)

• Die erfolgreiche Behandlung der Schmerzen, Hilfe bei psychologischen, sozialen und seelsorgerlichen Problemen und die verständnisvolle Unterstützung der Angehörigen steht für uns Pflegende im Vordergrund.

• Im Begleiten des Sterbens achten wir besonders auf die Selbstbestimmung, Individualität, Mimik und Gestik des Bewohners.

 

Angehörige helfen mit

„Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die FAMILIE.”

• Das Bewusstsein, dass ein alter Baum nur verpflanzt werden kann, wenn genügend Erdreich mitgenommen wird, verpflichtet uns, die Angehörigen als selbstverständlichen Teil dieses Erdreiches zu betrachten.

• Wir sehen den Angehörigen als Partner und sind um eine gute Zusammenarbeit und offene Gespräche bemüht. Wir nehmen uns Zeit für Begegnungen. Angehörige haben Recht auf Mitsprache und Information.

• Das Wohlergehen des Bewohners hängt maßgeblich von der Unterstützung und Mitarbeit der Angehörigen ab. Bei Ausflügen und sonstigen Aktivitäten ist uns ihr Dabeisein sehr wichtig.

• Freunde und Bekannte sind jederzeit herzlich willkommen.

 

Gemeinsam sind wir stark

Als Teil des sozialen Netzwerkes pflegen wir eine gute Zusammenarbeit mit:

• Hausärzten
• dem Krankenhaus
• Apotheke
• den Seelsorgern
• Amt der Tiroler Landesregierung
• Aus- und Fortbildungsstätten
• Rettungsdienst
• Therapeuten
• Fachärzten
• Friseur
• Fußpflege

• Ebenso führen wir einen offenen Informationsaustausch mit anderen Alten- und Pflegeheimen.

• Die gute Zusammenarbeit mit dem Sozial- und Gesundheitssprengel in unserem Haus ist eine wertvolle Ergänzung.

• Wir freuen uns über ehrenamtliche Mitarbeiter, sehen sie als Unterstützung in unseren Aufgaben und bringen ihnen unsere Wertschätzung entgegen.

• Der Träger (Gemeindeverband) mit den Gemeinden Ebbs, Erl, Niederndorf, Niederndorferberg, Rettenschöss und Walchsee, ermöglicht uns gute Rahmenbedingungen.

 

Warum wir gerne hier arbeiten

• Wir begegnen einander unabhängig der Position in menschlicher Achtung, mit Respekt und Toleranz und nehmen die persönlichen Bedürfnisse jedes Einzelnen ernst.

• Alle sind verantwortlich für ein gutes Arbeitsklima. Dies bedingt Motivation, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, aktives Mitdenken, Ehrlichkeit und Kritikfähigkeit.

• Wo Menschen leben und arbeiten, entstehen Konflikte. Wir wollen miteinander reden und nicht übereinander.

• Aus- und Weiterbildungen haben einen großen Stellenwert – wir fördern dadurch die Fach- und Sozialkompetenz, die Eigenverantwortung und die Selbstsicherheit der Mitarbeiter.

• Mitarbeiter und Vorgesetzte lernen aus dem konstruktiven Umgang mit Fehlern und Konflikten, d.h. wir begreifen Wandel als Chance und nicht als Bedrohung.

• Jeder einzelne Mitarbeiter trägt zum gemeinsamen Erfolg bei.

• Wir orientieren uns an den Inhalten dieses Leitbildes. Es stärkt unsere Gemeinsamkeit und ist Richtungsweiser für unseren Weg und unsere Entwicklung.

• Jeder von uns verpflichtet sich im Hause vorzuleben, was hier als Grundlage und Maßstab unseres Handelns formuliert ist.